Mein Mann hat mit einer anderen Frau eine Reise unternommen.
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Wir machten uns schweren Herzens, aber entschlossen auf den Weg. Die Autofahrt ist lang und angespannt, voller stiller Momente und Gedanken, die keiner von uns ausspricht. Je näher wir kommen, desto stärker wird die Spannung. Diese Reise fühlt sich eher symbolisch als wörtlich an – eine Reise ins Herz einer zerbrochenen Ehe.„Glaubst du, wir finden Beweise?“, bricht Lisa endlich das Schweigen. Ich klammere mich etwas fester ans Lenkrad. „Ich hoffe es“, antworte ich, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob Hoffnung überhaupt noch das richtige Wort ist. Was wir finden, könnte die letzten Reste der Verleugnung, an denen ich noch festhalte, zerstören. Trotzdem machen wir weiter. Denn umkehren ist keine Option.
Die Ankunft auf dem Grundstück ist surreal. Es ist viel größer und besser entwickelt, als ich es mir vorgestellt hatte. Das Haus steht hoch, sauber und gepflegt – alles andere als ein Geheimversteck. Es ist klar, dass dies nicht nur eine verlassene Hülle ist. Jemand war regelmäßig hier und hat sich um das Haus gekümmert.Wir steigen aus dem Auto, Stille breitet sich zwischen uns aus. Die Landschaft um uns herum ist still, fast beunruhigend. „Es ist unheimlich friedlich“, sagt Lisa leise. Ich nicke und suche das Gelände nach einem Zeichen von ihm – oder ihr – ab. Jeder Schritt nach vorne fühlt sich an, als würde ich tiefer in eine Wahrheit eintreten, für die ich noch nicht bereit bin, der ich mich aber stellen muss.
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